Parken am Bahnhof Berlin-Friedrichstrasse

Die Friedrichstraße war einst Synonym für das aufregende Metropolenleben in der deutschen Hauptstadt – und mit der Einheit ist die alte Prachtstraße zu neuem Leben erwacht. Sie kreuzt kurz vor dem Brandenburger Tor den Boulevard Unter den Linden und führt am Gendarmenmarkt vorbei. Friedrichstadt-Palast, Admiralspalast, Kabarett, Kulturkaufhaus, Shoppingmeile und begehrter Geschäftssitz für Medien und Verbände – wenn irgendwo die Mitte von Berlin ist, dann hier. Entsprechend hoch ist auch das Verkehrsaufkommen. So großzügig auch in der Gründerzeit hier gebaut wurde – auf den Verkehr von heute waren die Stadtbaudirektoren damals natürlich noch nicht eingestellt. Immerhin gibt es seit 1882 den Bahnhof Friedrichstraße, der einer der wichtigsten Knotenpunkte für den U-Bahn- und S-Bahn-Betrieb sowie für den Regionalverkehr ist. 200.000 Reisende passieren täglich seine Treppen. Wer von den Fahrgästen in der Friedrichstraße in das eigene Auto umsteigen will, kann die gut ausgebaute Infrastruktur von Berlin-Mitte nutzen.

Parkhäuser direkt am Bahnhof Friedrichstraße

Auch für die Fahrt mit dem Auto in die Stadt, tagsüber oder am Abend, ist die Orientierung auf den Bahnhof Friedrichstraße eine gute Parkhilfe, denn in seiner unmittelbaren Umgebung gibt es zwei große Parkhäuser und einen Parkplatz. Letzterer befindet sich in der Neustädtischen Kirchstraße zwischen Dorotheenstraße und Mittelstraße. Im Parkhaus des Hotels Maritim Pro Arte in der Dorotheenstraße stehen 120 Parkplätze zur Verfügung, im Parkhaus des Internationalen Handelszentrums am Bahnhof Friedrichstraße sind es sogar fast 500. Hier sind auch die Tarife erheblich günstiger. Die ersten drei Stunden Parkdauer werden mit 5 Euro berechnet, danach wird für jede weitere Stunde nur ein Euro fällig. Die Höchstgrenze für die Tagesnutzung liegt bei 15 Euro. Das sind einfach mal 10 Euro weniger als im nahen Hotel-Parkhaus. Selbst im Kurzpark-Modus spart man am IHZ mindestens einen Euro. Beide Parkhäuser sind durchgehend geöffnet.

Parkhäuser Unter den Linden

Von den Parkhäusern Unter den Linden ist das Parkhaus der Staatsoper empfehlenswert. Hier gibt es den sogenannten Theatertarif, der de facto auf einen Euro pro Stunde hinausläuft. Jedenfalls sind damit maximal 5 Stunden Parken für 5 Euro möglich. Erheblich teurer wird es im Parkhaus Nordseepassage in der Wilhelmstraße Ecke Unter den Linden. Dafür parkt man dann allerdings auch fast am Brandenburger Tor.

Parkhäuser in der näheren Umgebung

Da es sich in der Friedrichstraße immer gut bummeln lässt, sind ein paar Schritte mehr zum Parkhaus in der Regel kein Problem. Jenseits des Boulevards Unter den Linden erhöhen gleich drei Parkhäuser das Stellplatzangebot beträchtlich: in der Behrensstraße das Parkhaus an der Komischen Oper sowie das am Hotel Adlon, und in der Taubenstraße das Parkhaus der Friedrichstadt-Passagen. Das sind insgesamt weit über 1.000 Stellplätze, die allerdings ab 4 Euro in der Stunde vergütet werden müssen. Dafür sind sie aber auch rund um die Uhr nutzbar.
Preiswerter wird es auch in Richtung Leipziger Straße nicht, denn sowohl das Parkhaus des Hotels Hilton am Gendarmenmarkt als auch das Parkhaus des NH Hotels in der Mauerstraße sind in der Kapazität begrenzt und vornehmlich auf die Gäste des jeweiligen Hauses ausgelegt.

Parken im öffentlichen Straßenraum

Zwei Dinge sprechen gegen das Parken im öffentlichen Straßenraum rund um den Bahnhof Friedrichstraße. Zum einen sind die Friedrichstraße und ihre Nebenstraßen im besten Falle zweispurig ausgelegt, d.h. es stehen nur wenige Stellplätze zur Verfügung. Zum anderen greift die Berliner Parkraumbewirtschaftung in der City ebenso ungehemmt zu wie die Hotel-Eigner. Eine Viertelstunde Parken wird von der Stadt Berlin mit 75 Cent berechnet – das sind genau die drei Euro für eine Stunde, die auch das Hotel Maritim Pro Arte einnehmen möchte. Im Gegensatz zur Bezirksverwaltung von Berlin-Mitte werden die privaten Betreiber mit zunehmender Parkdauer kulanter. Die Straße empfiehlt sich also wirklich nur für den kurzen Stopp am Bahnhof Friedrichstraße. Da die Einnahmen der Parkraumbewirtschaftung in der Berliner City sehr hoch sind, können auch viele Kontrolleure beschäftigt werden. Die Zahlung am Parkscheinautomaten ist also immer ratsam.

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