Parken am Bahnhof Potsdamer Platz in Berlin

Der Potsdamer Platz ist das „schicke“ Zentrum von Berlin: Einheimische wie Besucher zieht es magisch in den faszinierenden Neubaukomplex, in dem sich Shopping, Entertainment und Gastronomie zu einem einzigartigen urbanen Erlebnis verbinden. Die hohe Besuchsfrequenz zeigt auch die Zahl der Nutzer, die täglich den Bahnhof Potsdamer Platz durchqueren: mehr als 200.000. Damit ist dieser Knotenpunkt im Hinblick auf sein „Passagieraufkommen“ der wichtigste Verkehrsknotenpunkt Berlins, an dem U- und S-Bahn sowie eine Reihe von Regionalzügen fahren.

Angesichts der heutigen Lage des Centers als verbindendes Element zwischen Ost- und Westberlin ist es kaum zu glauben, dass der Bahnhof am Potsdamer Platz bei seiner Eröffnung 1838 noch auf der grünen Wiese vor den Toren Berlins lag, genauer gesagt auf der sogenannten „Großen Bleiche“. In seiner Entwicklung machte er viele Stationen durch, zumal sich seine Funktionen ständig erweiterten. Der letzte Eingriff war ein echtes Mammutprojekt, das auch unter dem Titel „Schaustelle Berlin“ bekannt ist. Die zentrale Planung dachte sogar an die Autofahrer: 4.000 wettersichere Parkplätze stehen nun am Potsdamer Platz zur Verfügung.

Parken unter dem Potsdamer Platz

Die heutige unterirdische Lage des Bahnhofs am Potsdamer Platz ist das Ergebnis eines Baukonzepts, welches die komplette Infrastruktur des neuen städtischen Zentrums unter die Erde verlegte – und damit auch die Parkplätze. Der riesige Tiefgaragenkomplex konnte nur entstehen, weil die Baugrube fast so tief war wie die Gebäude am Potsdamer Platz durchschnittlich in den Himmel ragen (allgemeine Traufhöhe: 35 Meter). Die Parkplätze liegen unter der Erde auf vier Ebenen, und die Zufahrt ist an vier Stellen von jeder Seite des Platzes aus möglich – selbstverständlich von jeder Zufahrt auch auf jede Ebene. Von Norden geht es über den Fontaneplatz in die Tiefe, von Westen her direkt von der Potsdamer Straße, und von Osten ist die Leipziger Straße der Zubringer. Die Zufahrt von Süden (Reichpietschufer) führt in das separate Parkhaus „Gleisdreieck“.

Parkregelungen am Bahnhof Potsdamer Platz

Für die Orientierung in dem unterirdischen Labyrinth sorgt ein visuelles Leitsystem, dem der Nutzer genau entnehmen kann, wo unter den Bauten er sich genau befindet und auf welchem Weg er seinen Zielpunkt erreicht. Der Bahnhof Potsdamer Platz ist in diesem System nur ein Ziel unter mehreren. So parkt man in der Regel unter dem Gebäude, das man besuchen möchte. Die Fahrstühle bringen die Besucher in die ersten beiden oberirdischen Ebenen. Wenn man dem Lift entsteigt, ist man in mittendrin im pulsierenden Leben am Potsdamer Platz.

Dass dem Projekt auch eine soziale Funktion zugemessen wurde, erkennt der Autofahrer an den freundlichen Parkgebühren. Ein Stunde Parken unter dem Potsdamer Platz kostet einen Euro – allerdings ansteigend mit der Parkdauer. Teurer als 2 Euro nach der vierten Stunde wird es aber nicht. Im Gegenteil: Die Tageskarte drückt mit 20 Euro den Stundensatz theoretisch unter einen Euro. Dazu kommt der Nachtschwärmer-Tarif von 20 Uhr abends bis 5 Uhr früh. Da tickt die Parkuhr nur im 1-Euro-Stundentakt durch (am Wochenende und Feiertags leider nur bis 24.00 Uhr). Im Parkhaus Gleisdreieck (Südzufahrt) kostet die Tageskarte sogar nur 10 Euro.

Parken am Bahnhof Potsdamer Platz: Neue Philharmonie

Wer nicht unter die Erde will oder seinen Zielpunkt nicht direkt am Potsdamer Platz hat, findet auch oberirdisch und unter freiem Himmel Plätze. Da wären zuerst die Parkplätze an der Neuen Philharmonie und auf dem Matthäi-Kirchplatz zu nennen. Dazu kommt das Parkhaus der Philharmonie mit 320 Stellplätzen. Hier kostet jede Stunde 2 Euro, aber auch hier gibt es freundliche Unterstützung für motorisierte Kulturfreunde: Von 18 bis 6 Uhr gilt der so genannte Abendtarif, der maximal 6 Euro erreicht. Dieser Betrag ist an Sonn- und Feiertag pauschal zu entrichten.

Parken am Bahnhof Potsdamer Platz: öffentlicher Straßenraum

Auch auf den Straßen rund um den Potsdamer Platz stehen die Chancen auf einen Parkplatz nicht so schlecht, da der Platz nur im Osten und im Süden an eine vorhandene Bebauung anschließt. Eine gute Park-Gelegenheit ist die Gabriele-Tergit-Promenade, die parallel und über die gesamte Länge zur Südseite des Potsdamer Platzes verläuft.

Auch die Tiergartenstraße auf der Nordseite ist eine aufnahmefähige Straße. Sie ist allerdings eher für Besucher der Neuen Nationalgalerie oder der Philharmonie geeignet, die nur einen Schlenker über den Potsdamer Platz machen wollen. In direkter Nähe zum Bahnhof Potsdamer Platz sieht es oberirdisch eher düster mit einem Parkplatz auf der Straße aus. Und auf dem Potsdamer Platz selbst darf natürlich nicht geparkt werden.

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