Parken: Berlin Hauptbahnhof

Der Berliner Hauptbahnhof trägt seinen Namen zu Recht, denn er ist der Fernverkehrsbahnhof in der deutschen Hauptstadt mit dem höchsten täglichen Aufkommen an Reisenden. Mit einer Anzahl von 300.000 Reisenden liegt er deutschlandweit sogar auf Platz 4. Architektonisch gilt er als Superlativ, auch ohne vollständig fertig gestelltes Dach. Die praktische Anbindung an das Berliner Verkehrsnetz ist nicht nur über die Schiene gelungen. Der Tunnel vom Potsdamer Platz zum Hauptbahnhof und die nördliche Zuführung über die Heidestraße (B 96) sind eine echte Referenz an die Autofahrer. Die Deutsche Bahn hat zudem noch eine Tiefgarage mit 860 Stellplätzen errichtet, die dem Anspruch des Bauwerks auch wirklich entspricht.

Die Konditionen der Tiefgarage am Hauptbahnhof

Dazu gehört vor allem das freie Parken in der Tiefgarage, wenn kein längerer Aufenthalt vorgesehen ist – sprich: ein Reisender zum Zug gebracht wird. Die Zeit dafür beträgt 15 Minuten. Lange und tränenreiche Abschiede sind also nur gegen Gebühr möglich. Diese fällt mit 2,50 Euro in der Stunde nicht gerade billig aus. Aber die Deutsche Bahn wäre nicht der geschickte Unternehmer, als der sie sich immer darstellt, wenn ihr dazu nicht auch noch einige Servicemöglichkeiten eingefallen wären. Den teuren Preis von 25 Euro für eine Tageskarte kann der Reisende auf 16 Euro mindern – wenn dieser Inhaber einer BahnCard ist. Die Kassenautomaten sind so eingerichtet, dass sie auf die Chipkarte reagieren, und ihre Zahlungsforderungen entsprechend zurückfahren.

Der Vorverkauf von Tageskarten dagegen bleibt jedoch nur den besseren Kunden vorbehalten, nämlich jenen, die im Besitz der bahn.comfort-Karte sind.
Die Zufahrt in das Parkhaus (Clara-Jaschke-Straße) ist nur unterirdisch vom B-96-Tunnel aus möglich.

Parken auf Straßen am Hauptbahnhof

Die tolle Marketingstrategie übersieht leider ihr eigenes Shop-Konzept. Auf deutschen Bahnhöfen soll es ja nach dem erkennbaren Willen der Bahn weniger um die Benutzung von Zügen, als vielmehr um das Einkaufen gehen. Diese Kunden gehen in der Frage des Parkens bei der Bahn leider leer aus. Die Straßen am Hauptbahnhof sind natürlich in der Hand der Bahn:

  • C.-Jaschke-Straße
  • B.-Benz-Straße
  • K.-Paulus-Straße
  • E.-Trebe-Straße

Hier (außer C.-Jaschke-Straße) sind Parkstände für eine Stunde möglich. Auf dem Europa-Platz ist diese Zeit auf eine halbe Stunde begrenzt.

Parken auf Straßen in der Nähe des Hauptbahnhofes

Um zu den öffentlichen Straßen zu gelangen, muss man sich schon etwas weiter vom Hauptbahnhof wegbegeben. Nördlich und südlich des Hauptbahnhofs führen nur Straßen mit Umgehungscharakter vorbei, auf denen das Parken verboten ist. Dem Autofahrer bleibt nur die Wahl zwischen der Moabiter- und der Spreeseite – in beiden Fällen ist ein längerer Fußweg nötig. Die Parkmöglichkeiten sind jedoch weder in der Nähe der Charité besonders gut, noch in Alt-Moabit. Nicht umsonst gibt es auch in der Luisenstraße eine kleine Tiefgarage, die für eine Stunde Parken ebenfalls 2,50 Euro verlangt. Die besten Chancen zum Parken im öffentlichen Straßenraum mit einem vergleichsweise geringem Fußweg zum Hauptbahnhof bestehen im Eck zwischen Reinhardstraße, Robert-Koch-Platz und Virchowweg. Per Luftlinie sind es von hier nur ein paar hundert Meter bis zum Hauptbahnhof. Da man aber immer der Umweg über die Brücke Invalidenstraße oder Karlsplatz gehen muss, kommt letztendlich doch eine Wegedauer von 10 bis 15 Minuten heraus.

Parkplatz-Alternativen am Hauptbahnhof

Es geht aber auch viel einfacher mit dem Parken am Berliner Hauptbahnhof, denn die Bahn ist ja kein Monopolist. Auf dem umzäunten und kameragesicherten Parkplatz Hamburger Bahnhof, dessen offizielle Adresse Invalidenstraße 51 lautet, ist das Parken für einen Euro in der Stunde möglich. 24 Stunden kosten 5 Euro – ohne BahnCard und ohne Abstufung. Hier gibt es auch keine Höhenbegrenzung und sogar eine Ladestation für Elektrofahrzeuge ist vorhanden.

Ganz clevere Hauptbahnhof-Besucher parken kostenlos bei Aldi (sollten aber dann dort auch etwas kaufen…) in der anderen Richtung der Invalidenstraße, allerdings nur zu den Öffnungszeiten des Discounters, die von Montag bis Samstag jeweils von 08.00 bis 20.00 Uhr reichen, und offiziell natürlich nur eine Stunde.

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